Impressionen des Karnevalszug 2011

Eine der schönsten, wenn nicht sogar die schönste Veranstaltungen im Jahr ist, nicht nur für die Bubbelsbröderder, der Karnevalszug durch die bunt geschmückten Gassen der Münstereifeler Altstadt.
Am 06.03.2011 war es dann auch wieder so weit. Bei herrlichem Wetter schickte Zugleiter Dirk Isenberg um 14.11 Uhr die Karnevalskaravane auf den Weg ins Zentrum von Bad Münstereifel.
Rund 20 Fuß- und Wagengruppen hatten sich bereits lange vor Zugbeginn vor den Toren der Stadt eingetroffen um gemeinsam mit unzähligen Gästen Karneval zu feiern.

Un es et och schwierig - Mer feere höck tierisch

Man muss sich fragen, wer sich dem diesjährigen Motto mehr angenommen hatte, die Jecken am Wegesrand oder die Zugteilnehmer, die bei dieser Kulisse über zwei Stunden kärftig abfeierten.
Um 16.50 Uhr stand nicht nur für die Bubbelsbröder fest, dass es gar nicht schwierg ist, tierisch zu feiern.

Unser besonderer Dank gilt natürlich allen Gästen, der Polizei, dem Malteser Hilfsdienst den vielen Engelchen im und um den Zug, vorallem aber auch den Stadtsoldaten, für Ihre tatkräftige Unterstützung.


Aus der Presse

Tolles Treiben

„Nix mieh loss am Rio Erft“

Von Michael Greuel, 06.03.11, 17:09h, aktualisiert 06.03.11, 17:47h
Tanzende Fußsoldaten aus Eicherscheid unterhielten das Publikum während des Karnevalszuges am Sonntag. Die „rosa Armee“ warf Konfetti und griff die Aussetzung der Wehrpflicht als Thema auf. Die Narren widmeten sich daneben auch lokalen Angelegenheiten.

Bad Münstereifel - Petrus war am Sonntagnachmittag ein „Bubbelsbroder“. Er ließ über Bad Münstereifel die Sonne scheinen und war damit wohl nicht ganz unbeteiligt daran, dass sich die Jecken am Rande des Zugweges in der historischen Innenstadt teilweise geradezu knubbelten.

Günter Kirchner, Pressewart der kurstädtischen Bubbelsbröder, war bereits vor Beginn des Zuges frohen Mutes - und das, obwohl sich einige Teilnehmer weniger angemeldet hatten als im vorangegangenen Jahr. „Wenn man sich die einzelnen Gruppen so ansieht, glaube ich, dass der heutige Zug einer der schönsten der vergangenen Jahre wird“, prophezeite er. Die insgesamt 17 närrischen Festwagen und Fußgruppen legten sich ordentlich ins Zeug, um die zahlreichen Zuschauer nicht nur mit Kamelle und Strüßje zu versorgen, sondern auch bestens zu unterhalten.

Aus Eicherscheid beispielsweise war eigens ein rosafarbener Panzer angerollt, unterstützt von einem guten Dutzend „Fußsoldaten“. Unter dem Motto „Wehrpflicht ade, hier kommt die rosa Armee“ hatte die Gruppe sich die Aussetzung der Wehrpflicht als Thema ausgesucht. In Bundeswehruniformen, mit pinkfarbenem Marschgepäck und rosa Schnürsenkeln an Soldatenstiefeln machten sie sich Konfetti werfend auf den Weg durch die Stadt. Alle paar Meter zeigten sie den begeisterten und größtenteils bunt kostümierten Jecken einen einstudierten Tanz zum Queen-Klassiker „Killer Queen“.
„Karamba, Karacho, ein Whisky“

Närrische Kritik am lokalen Geschehen durfte auch diesmal nicht fehlen. „Dat »Bad« bald fott, mir sin genervt, nix mieh loss am Rio Erft“, hatte eine Gruppe von Cowboys und Indianern gereimt. Mit Liedern von Sänger Heino („Karamba, Karacho, ein Whisky“) machten sie ihrem Unmut über die Münstereifeler Politik Luft.

Die Jecken wurden natürlich auch mit reichlich Kamelle eingedeckt, unter anderem von den Iversheimer Tollitäten. Auf dem festlich geschmückten Prinzenwagen schaufelten Prinzessin Michaela I. und Prinz Herbert I. (Hoetgen) mit beiden Händen Süßkram unter das Volk. Vom herrlichen Sonnenwetter profitierten auch die Senioren des Marienheims an der Langenhecke. Sie machten es sich unter anderem mit Stühlen vor dem Altenzentrum gemütlich und genossen den Anblick des vorbeiziehenden närrischen Lindwurms.

Für die musikalische Unterhaltung sorgten das Tambourcorps „Fidelia“ Eicherscheid, die Musikkapelle Hönningen und die Stadt-Musikanten.

Quelle: Kölner Stadtanzeiger



Tulpensonntagszug Bad Münstereifel
Wehrpflicht ade, hier kommt die rosa Armee!

Bad Münstereifel (bez). Ein närrischer Lindwurm, bestehend aus 14 närrischen Fußgruppen und Festwagen sowie drei Musikkapellen, schlängelte sich am Karnevalssonntag durch die historische Innenstadt Bad Münstereifels und sorgte für ausgelassene Stimmung bei den gutgelaunten kleinen und großen Jecken, die sich am Rande des Zugwegs tummelten und fröhlich nach Kamelle riefen.

Hunnen, Frösche und ein stolzer Froschkönig, fesche Buben vom Oktoberfest, Gestalten aus der Sesamstraße und "Tausend und einer Nacht", große und kleine "Tiere" aus dem Bad Münstereifeler Zoo, eine muntere Truppe kecker "Schüler", die die Qual hat zwischen "Ahr-bitur oder Erft-bitur", Cowboys und Indianer, die bemängeln "Dat Bad bald fott, nix mieh loss am Rio Erft" und eine knackige rosa Wehrpflicht-Truppe samt rosa Panzer boten den Zuschauern bei strahlendem Sonnenschein so einiges fürs Auge?

Quelle: Blickpunkt
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Kunterbunter Tiergarten

Von MANFREDI RENARDI, 07.03.11, 12:26h
Außergewöhnlich kurz war der jecke Tross, der gestern durch das Orchheimer Tor in die Stadt einzog. Nur 18 Zugnummern folgten dem Streifenwagen, an dessen Steuer Hans-Dieter Ohmen, der „Omelli“, den Weg für die „Bubbelsbröder“ und ihre Freunde vorgab. Dabei

BAD MÜNSTEREIFEL - Außergewöhnlich kurz war der jecke Tross, der gestern durch das Orchheimer Tor in die Stadt einzog. Nur 18 Zugnummern folgten dem Streifenwagen, an dessen Steuer Hans-Dieter Ohmen, der „Omelli“, den Weg für die „Bubbelsbröder“ und ihre Freunde vorgab. Dabei trug er eine alte Schutzmann-Mütze aus seiner Sammlung.

Kamelle, Schokolade, Spielzeug und allerhand buntes Zeugs schleuderten die Teilnehmer nach Kräften in die Zuschauer. Sogar der erst vier Jahre alte Benedikt Kaspari im Känguru-Kostüm griff mit seinen kleinen Fingern immer wieder in den Beutel voller Süßigkeiten, um sie mit anderen Kindern zu teilen. Mit seinem Vater Markus als Gepard und seinem Freund David als Papagei gehörte er zum „Münstereifeler Zoo“. Den hatte Sylvia Prokopp zusammengetrommelt. Insgesamt 36 Beine hatte der exotische Tierbestand.

Die „Tütenüggel“ um Susanne Grün nahmen als Schulpänz mit I-Dötzchen-Tüte im Gefolge eines flötenden Rattenfängers den Streit ums „Ahr-bitur“ aufs Korn. Die Tüte diente dabei als Kamelle-Speicher. Die 20 Mitglieder dieses Freundeskreises hatten dazu sogar einen der wenigen Wagen gebaut und mit Figuren bestückt. Die Pappkameraden demonstrierten, wie Bürgermeister Alexander Büttner im Schulstreit in eine andere Richtung marschierte als die Bürgermeister von Blankenheim und Nettersheim. Das arme Schülerlein, an dem die drei zerrten, zeriss dabei in zwei Hälften. „Ich hab sogar noch einen echten Lederranzen“, sagte Tina Fischer stolz, die eine der Schülerinnen mimte. Und den Ranzen hatte sie mit Schwamm und Lappen dekoriert.

Gruppen aus den umliegenden Orten marschierten mit. Wobei das „Marschieren“ bei der „Rosa Armee“ der „Romedräer“ aus Eicherscheid eher ein Freudentanz über die Abschaffung der Wehrpflicht war. Ihr rosa Panzer diente als Munitionsdepot: Er hatte ordentlich Kamelle geladen.

Kunterbunt hüpften Figuren aus der Sesamstraße durch die Straßen. Alexander Hochgürtel als schnell ernannter Präsident dieses 20-köpfigen Freundeskreises verkörperte den Bert, und den Ernie gab es natürlich auch. Die jungen Leute, die sich alle „irgendwie aus der Schule oder vom Sport kennen“, bereiteten dem Prinz aus Iversheim den Weg. Eine eigene Tollität hat Münstereifel nicht.

Quelle: Kölnische Rundschau
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Na dann bis zum nächsten Zug am 19.02.2012.

Bitte nicht vergessen, die Teilnahme am Zug rechtzeitig
anzumelden.

Es freut sich schon der

KVM Bubbelsbröder e. V.