Da könnt ihr noch so lange trommeln und krakeelen

Vor der diesjährigen Rathauserstürmung gab es einige Gerüchte und Mißverständnisse, was die Durchführung der Veranstaltung betrifft.
Wie man im Vorfeld bereits der Presse entnehmen konnte, war in diesem Jahr erstmals der KVM Bubbelsbröder nicht der alleinige Organisator der Veranstaltung. Zwar haben wir immer gerne diese Veranstaltung geplant und organisiert, jedoch zeigte sich die Vorbereitung in den letzten Jahren immer schwieriger. Unter dem hohen Termindruck der einzelnen Vereine war es zeitweise sogar nicht möglich, eine Musikkapelle zu finden, die uns auf dem Weg zum Rathaus begleitete. Wer sich im Karneval etwas auskennt, weiß, dass der Kostendruck auf die Vereine immer weiter wächst.
Auch ohne kleinere und größere Einnahmen halten GEMA und Fiskus gerne ihre Hand auf...
Und so ist es auch dem KVM nicht mehr möglich, die Kosten für die Städtische Veranstaltung in Gänze zu übernehmen.
Bereits vor 3 Jahren wurde aus diesem Grund der "Karnevalistische Stammtisch" ins Leben gerufen, dessen Ziel es war, u.a. die Rathauserstürmung gemeinsam mit allen städtischen Vereinen gemeinsam durchzuführen. So sollte für die kommenden Veranstaltungen gesichert sein, dass Musikkapellen, Tanzgarden und Dreigestirne aus dem Stadtgebiet, den Sturm auf das Rote Haus begleiten und die Attraktivität der Rathauserstürmung gesichert bleibt.

In diesem Jahr war es dann auch erstmals so weit, dass die Rathauserstürmung nicht nur durch Robert Nolte moderiert wurde, der Vorsitzende des karnevalistischen Stammtisch, Michael Dormagen, übernahm die Moderation für die städtischen Vereine.
Dem lieben Gott scheint der neue Zusammenhalt innerhalb des Stadtgebietes gut zu gefallen, denn nach dem Schneegestöber des letzten Jahres, öffnete Petrus den Himmel und "et Sönnche" zeigte sich über dem Roten Haus.
Jetzt müssen wir nur noch unseren Bürgermeister Büttner (Bübü) davon überzeugen, die Marktstraße etwas zu drehen, damit die Sonne auch ihren Weg vor´s Rathaus findet.

Trotz Kälte verfolgten hunderte Jecke, bei ausgelassener Stimmung, den Sturm auf das rote Haus.

„Da könnt ihr noch so lange trommeln und krakeelen. Den Schlüssel bekommt ihr nicht“ schallte es vom Balkon des alten Rathssaal...

Tja Bübü, da hast Du aber Pech gehabt, bereits in der Nacht hatten die Münstereifler Karnevalisten einen Eroberungsturm vor dem Rathaus aufgestellt.
Nach vielen Tanzdarbietungen, Musikeinlagen und mit viel guter Laune, gelang es Prinzessin Michaela und Prinz Herbert I, mit kräftiger Unterstützung der KG rot-weiß Iversheim, den Schlüssel an sich zu nehmen und damit die Macht im Rathaus an sich zu reißen. So liegt auch in diesem Jahr die Verantwortung für die närrischen Tage in der Hand der Jecken.


Die Bilder der Rathauserstürmung aus dem Jahr 2011

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Aus der Presse

Büttners Kapitulation

Ritter eroberten den Schlüssel

Von Günter Hochgürtel, 03.03.11, 16:10h

Das Rote Rathaus wurde diesmal per Leiter eingenommen. Vor der Bühne hatten sich trotzt der Kälte einige hundert Zuschauer eingefunden. Tanzgarden und Karnevalsgesellschaften gaben sich ein Stelldichein.

Bad Münstereifel - Die Sonne strahlte zwar vom blauen Himmel, aber ihre wärmenden Strahlen fielen leider nicht in die Marktstraße, wo gestern der Sturm auf das Rathaus tobte. Obwohl der Weiberdonnerstag ausnahmsweise in den März fiel, waren die Temperaturen wie immer: ausgesprochen frostig. Und die kleinen Mädchen der Rupperather Tanzgarde zitterten in ihren dünnen Kostümchen wie Espenlaub, als sie nach ihrem Gardetanz noch eine Weile auf der Bühne ausharren mussten.

Michael Dormagen, in Schönau in Sachen Frohsinn eine nicht weg zu denkende Größe, hatte diesmal die Moderation der Veranstaltung vor dem Roten Rathaus übernommen, die erstmals nicht mehr unter der Regie des Münstereifeler Karnevalsvereins „Bubbelsbröder“ über die Bühne ging. Die Karnevalsgesellschaften aus dem Stadtgebiet, deren Abordnungen sich regelmäßig zu einem Stammtisch treffen, hatten die Organisation übernommen.

Den Auftakt machten zwar noch die „Bubbelsbröder“, die ja quasi Heimrecht hatten, mit Sitzungspräsident Robert Nolte an der Spitze. Aber danach traten schon die Karnevalisten aus Kalkar auf den Plan, die sich der närrischen Schar mit ihren Dreigestirn Prinz Ralf I. (Kurek), Bauern Michael I. (Ballauf) und Jungfrau Jürgina (Jürgen Heske-Regh) präsentierten.
„Büttchen bunt“

Gleich drei Karnevalsvereine auf einen Schlag konnte Michael Dormagen anschließend vorstellen: Die Jecken aus Rupperath waren gemeinsam mit den Offiziellen des Karnevalsvereins Houverath und der IG „Büttchen bunt“ aus Mahlberg vor dem Rathaus aufmarschiert. Vor der Bühne hatten sich trotz der Kälte einige hundert Zuschauer eingefunden, um den Sturm auf das Rathaus und die Kapitulation von Bürgermeister Alexander Büttner mitzuerleben.

Vorher war allerdings noch das ziemlich umfangreiche „Schmölzje“ der KG Rot-Weiß Iversheim an der Reihe, die mit ihrer Tanzgarde und dem Musikzug für richtig Stimmung sorgten. Prinzessin Michaela und Prinz Herbert I. (Hoetgen) machten in der kleinen Show, die die Iversheimer auf die Beine gestellt hatten, eine gute Figur. Und die Ritter der KG „Rot-Weiß“ waren es denn auch, die der Herrschaft Büttners im Roten Rathaus bis Aschermittwoch ein Ende setzten. Über eine Leiter kletterten sie in den ersten Stock des Verwaltungssitzes und nahmen dem Bürgermeister kurzerhand den Schlüssel ab.

Nachdem die Machtübernahme problemlos und ohne Fenstersturz vonstatten gegangen war, kam auch das Effelsberger Dreigestirn mit Prinz Micky II. (Kautz), Bauer Reiner (Kreitmaier) und Jungfrau Sissi (Arno Heiliger) zu Wort. Nach der Rathauserstürmung zerstreuten sich die Jecken in die umliegenden Kneipen und feierten weiter.

Quelle: Kölner Stadtanzeiger



Höflichkeit zwingt Büttner in die Knie

Von Schmitze Pitter, 04.03.11, 07:01h

In den 1960er Jahren hatte Gottfried Schlierf die Leiter ans Rote Rathaus gestellt. Gestern wurde diese schöne Tradition wieder belebt. Doch eine schlichte Leiter kam gar nicht in Frage. Es musste schon ein Belagerungsturm sein.

BAD MÜNSTEREIFEL - In den 1960er Jahren hatte Gottfried Schlierf die Leiter ans Rote Rathaus gestellt. Gestern wurde diese schöne Tradition wieder belebt. Doch eine schlichte Leiter kam gar nicht in Frage. Es musste schon ein Belagerungsturm sein.

Die Rot-Weißen aus Iversheim waren gleich in Kompaniestärke in die Kurstadt eingerückt. Im Tross waren auch handfeste Ritter, die ihren Prinzen Herbert I. (Hoetgen) bei der Erstürmung des Rathauses Geleitschutz gaben.

Prinz Herbert war wild entschlossen und kletterte den Belagerungsturm hoch. Oben wartete Cowboy Alexander Büttner, der den Rathausschlüssel fest umklammerte. „Da könnt ihr noch so lange trommeln und krakeelen. Den Schlüssel bekommt ihr nicht“, rief der Bürgermeister keck.

Da hatte er allerdings die Rechnung ohne den Iversheimer Prinzen gemacht. Herbert I. ist ein Prinz alter Schule. Er versuchte es lieber mit Höflichkeit statt Körperkraft. „Lieber Bürgermeister, gib den Schlüssel ab“, bat er. Und Büttner erbarmte sich. Schwupps, war der Schlüssel weg. Jetzt regieren die Iversheimer bis Aschermittwoch im Roten Rathaus. Und wer die Rot-Weißen kennt, weiß, dass dort jetzt jeden Tag Party ist...

Zuvor hatte es - wegen Irritationen im Vorfeld der Veranstaltung - Treueschwüre gegeben. „Bubbelsbröder“-Präsident Robert Nolte freute sich, dass die Rathauserstürmung jetzt unter der Regie des karnevalistischen Stammtischs, also aller elf Vereine, „mehr Pfiff“ bekommen habe. Und tatsächlich, Hunderte von Jecken hatten Spaß ohne Ende.

Quelle: Kölnische Rundschau


Roten Rathaus im Belagerungszustand
Sheriff Alexander Büttner musste den wertvollen Stadtschlüssel rausrücken

Bad Münstereifel (bez).
Rathauserstürmung anno 2011: Es herrscht Ausnahmezustand in der Münstereifeler Marktstraße, denn gut gelaunte Karnevalsjecken haben sich vor dem Roten Rathaus eingefunden und warten gespannt auf die Ereignisse, die sich nun vor dem Amtsitz von Bürgermeister Alexander Büttner abspielen werden?

Bei strahlendem Sonnenschein konnten sich die Karnevalsfreunde in diesem Jahr auf Weiberdonnerstag einstimmen. Schade nur, dass die Marktstraße im Schatten lag, aber für richtige Jecken war dieser widrige Umstand keine Stimmungsbremse, dann wurde halt mehr geschunkelt und gebützt?

Unter neuem Kommando stand diesmal die Rathauserstürmung: Bislang stets unter der Leitung der "Bubbelsbröder" zogen in diesem Jahr alle elf Karnevalsvereine an einem Strang und richteten gemeinsam die Erstürmung des Roten Rathauses aus. Ein Stammtisch-Komitee war mit der Planung eines attraktiven Programmablaufs beauftragt worden, und Hunderte von Karnevalsjecken konnten dieses dann in Augenschein nehmen...

Als neuer Moderator fungierte das karnevalistische Urgestein Michael Dormagen, der souverän durch das fast zweistündige Programm führte. Stimmungsvolle Karnevalsmusik und mitreißende Tanzauftritte wurden den Zuschauern auf der Marktstraße geboten, dazu noch die stattlichen Dreigestirne aus Kalkar, Effelsberg und Schönau sowie die Mahlberger Herzkönigin Eva und die originellen Figuren aus "Alice im Wunderland" und nicht zu vergessen: die Karnevalsgesellschaft "außer Rand und Band": die Iversheimer mit Prinz Herbert I. und Prinzessin Michaela I. Die KG Rot-Weiß Iversheim war mit einer großen Abordnung in Bad Münstereifel "eingefallen", denn für die lustige Truppe stand die Rathauserstürmung auf dem Programm.

Bürgermeister Alexander Büttner, übrigens im Cowboy-Outfit, "turnte" auf dem kleinen Rathausbalkon und hielt stolz den Rathausschlüssel in der Hand. Aber er hatte den Mut der Ritter aus Iversheim unterschätzt, die geschickt die Leiter zum Mini-Balkon enterten und sich den wertvollen Schlüssel für ihr Prinzenpaar sicherten.

Quelle: Blickpunkt

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