Dat ärm Löck Dreigestirn

Sicherlich ist es insbesondere der sehr kurzen Session zuzurechnen, dass im Stadtgebiet Bad Münstereifel kein einziges Dreigestirn proklamiert werden konnte.
Doch dies sollte sich am Weiberdonnerstag vor dem roten Haus ändern.
Kurzerhand zogen die Jecken der Stadt gegen 12.11 Uhr in Richtung Rathaus.
Nach und nach wurde das Haus durch die Möhnen der Gemeinde eingenommen und Bürgermeister Büttner nemst dessen Stellvertreter aus ihren Amtszimmer gejagt.
Weit kamen die Stadtvertreter jedoch nicht, denn vor der Tür erwarteten die Bubbelsschwestern des KVM die Vertriebenen.
Mer bruche e Dreigestirn für arm Löck und wenn ihr am Aschermittwoch dat rude Huus wedde zurück han wollt, müsst ihr os des Johr im Karneval helpe.

So wurde alsbald aus Ludger Müller die Jungfrau Ludmine I., aus Heinz Kremer der Bauer Heinz und aus Alexander Büttner Prinz Alex „der Viertelvorzwölfte“
Das neue Münstereifeler Dreigestirn war geboren.



Die Bilder der Rathauserstürmung aus dem Jahr 2013

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Aus der Presse


Bad Münstereifel

Büttner zum Prinzen gekürt

Erstellt 07.02.2013
Die Jecken aus Bad Münstereifel erleben eine Session fast ohne Narrenherrscher. Also hat der Stammtisch Karneval zum Rathaussturm den Plan geschmiedet, das ungewöhnlichste Dreigestirn seit Jahren zu inthronisieren. Von Michael Greuel

Düstere Wolken hingen über dem Münstereifeler Rathaus, das die Jecken am Weiberdonnerstag erstürmten. Das lag allerdings nicht nur an der schlechten Wettervorhersage, die zu allem Übel in Teilen auch noch eintraf. Schlimmer war, dass es zahlreichen Karnevalsgesellschaften aus dem Stadtgebiet nicht gelungen war, Prinzen oder andere Narrenherrscher zu proklamieren. Einzig die Jecken aus Arloff-Kirspenich werden in dieser Session von einer Tollität angeführt, von Prinzessin Silvia I. (Tilz). Doch Not macht bekanntlich erfinderisch. Das dachten sich auch die Verantwortlichen des „Stammtischs Karneval“, die den Rathaussturm in Bad Münstereifel organisieren. Sie schmiedeten kurzerhand einen Plan, um in der Kurstadt doch noch ein Dreigestirn zu inthronisieren, und zwar das wohl ungewöhnlichste seit vielen Jahren.

Oberkarnevalist Michael Dormagen, der den Sturm auf das Rathaus wie gewohnt moderierte, schickte zwischen den zahlreichen Programmpunkten, in denen sich die einzelnen Karnevalsgesellschaften mit Musik und Tanz auf der Bühne präsentierten, die „jecken Wiever“ ins Rathaus auf die Jagd. Sie sollten die Stadtoberen suchen, um sie auf der Bühne vor der närrischen Öffentlichkeit zu „ordentlichen Menschen“ zu machen.

Nach und nach wurden die beiden stellvertretenden Bürgermeister Ludger Müller und Heinz Kremer sowie Verwaltungschef Alexander Büttner auf die Bühne gezerrt, um anschließend eine optische Verwandlung über sich ergehen zu lassen.

So wurde alsbald aus Ludger Müller die Jungfrau Ludmine I., aus Heinz Kremer der Bauer Heinz und aus Alexander Büttner Prinz Alex „der Viertelvorzwölfte“ – das neue Münstereifeler Dreigestirn war geboren.

Sollte der Bürgermeister allerdings damit gerechnet haben, mit seinem Status als Prinz auch den Rathausschlüssel behalten zu dürfen, wurde er enttäuscht. Diesen musste er im Tausch gegen Zepter und Bützje den Damen der Münstereifeler „Bubbelsschwestern“ überlassen.

Zum Gelingen des gut zweistündigen Programms vor dem Rathaus trugen die Karnevalsgesellschaften aus Kalkar, Mahlberg, Nöthen, Schönau, Iversheim, Effelsberg, Rupperath, Houverath, Mutscheid und Münstereifel bei.

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Quelle: Kölner Stadtanzeiger



Bad Münstereifel

Ein Dreigestirn für „ärm Löck“

Erstellt 08.02.2013

Die Frauen entmachteten Donnerstag um 12.11 Uhr in Bad Münstereifel die Männer. Das war noch nicht wirklich überraschend. Doch was die Wiever der Kurstadt den Jecken dann präsentierten, war schon eine faustdicke Überraschung. Von Tom Steinicke

Bad Münstereifel hat seit Donnerstag ein Dreigestirn! Damit verdoppelte sich innerhalb von wenigen Minuten die Anzahl der Tollitäten im Münstereifeler Stadtgebiet. Bisher war die Arloffer Prinzessin Silvia I. (Tilz) nämlich allein auf weiter Flur. Das ist seit gestern anders. Die jecken Wiever hatten es ja auch gefordert: "Mönster bruch e' Dreijestirn".

Bürgermeister Büttner war das anfangs nicht so recht, dass die Frauen ihn kurzerhand als Prinz Alex I. proklamierten. Doch "einmal Prinz zu sein", hat ja durchaus Vorteile: "Als Tollität darf ich schließlich weiter regieren und habe auch Zutritt ins Rote Rathaus", freute sich Prinz Alex I. (Büttner). Mit an der Spitze der Bad Münstereifer Jecken stehen die beiden Vizebürgermeister Bauer Heinz (Kremer) und Jungfrau Ludmine (Ludger Müller).

"Ich hätte nie gedacht, dass man aus diesen drei Männern noch etwas Tolles machen kann", wunderte sich Michael Dormagen. Der Oberkarnevalist moderierte die traditionelle Rathaus-Erstürmung gewohnt kurzweilig. "Ein schwarzer Fürst aus dem Roten Rathaus wird Prinz. Das sind Geschichten, die schreibt nur der Karneval", so Dormagen. Der Oberkarnevalist war aber nicht nur vom Dreigestirn angetan, sondern lobte auch die zahlreichen Jugendlichen, die an der Veranstaltung teilnahmen.

"Sie feiern und sind ausgelassen. Ich glaube, die Vorverlegung war eine gute Idee", so Dormagen. Der Karnevalistische Stammtisch hatte sich mit der Verwaltung, allen Karnevalsvereinen und den Schulen dafür ausgesprochen, die Rathaus-Erstürmung von 13.11 Uhr auf 12.11 vorzuverlegen, damit den Jugendlichen weniger Zeit bleibe, "sich aus Langeweile zu betrinken".

Der Karnevalistische Stammtisch war es dann auch, der den jecken Wievern der Kurstadt den Tipp gab, im Rathaus nach einem Dreigestirn Ausschau zu halten. Was sie dann sahen, war ein echtes Spar-Trifolium. So ist der Ornat der glorreichen Drei nicht unbedingt das Gelbe vom Ei. Die jecken Wiever setzten Bauer Heinz kurzerhand ein ausgedientes Sieb auf den Kopf. Mit langen Strohhalmen und Federn wurde der Hut des Bauern komplettiert.

"Dieses Trio ist kein normales Dreigestirn. Weil Bad Münstereifel so arm ist, sind sie auch das "Ärm-Löck-Dreigestirn", scherzte Dormagen. Und weiter: "So sehen sie jetzt halt auch aus."

Bis Aschermittwoch wollen und sollen Prinz Alex I. und Co. an der Spitze der Mönsterer Jecken stehen. Beim großen Karnevalszug, der am Sonntag durch die Kurstadt zieht, bekommt das Dreigestirn sogar einen eigenen Festwagen.

Das närrische Treiben vor dem Roten Rathaus erstreckte über zwei Stunden. Das es äußerst kurzweilig war, lag nicht nur am Dreigestirn, sondern auch am tollen Programm, zu dem alle Karnevalsgesellschaften aus dem Stadtgebiet beitrugen .

So begeisterte etwa der Showtanz-Nachwuchs aus Iversheim, die "Rasselbande", die Jecken, die sich auch von zwischenzeitlichen Schneeschauern nicht die sonnige Laune vermiesen ließen.
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Quelle: Kölnische Rundschau


Ein Dreigestirn für "ärm Löck"
In Bad Münstereifel gibt es nun doch noch ein Trifolium...

Bad Münstereifel (sac)
Bad Münstereifel ist eine arme Stadt ohne Geld und am Wieverfastelovend ohne Tollitäten. Da ließ sich der karnevalistische Stammtisch etwas einfallen und proklamierte auf der Bühne vor dem Rathaus das "Ärm-Löcks-Dreigestirn". Keine Karnevalisten, sondern Bürgermeister Alexander Büttner und seine beiden Stellvertreter Ludger Müller und Heinz Kremer mussten dafür herhalten und wurden in eine abgespeckte Version des traditionellen Ornats gekleidet.

Um 12.11 Uhr begann das jecke Treiben vor dem Rathaus. Auf der Straße tummelten sich die auf alle Arten kostümierten Narren, darunter zahlreiche Schüler. Nach dem Einmarsch der Karnevalsvereine führte Michael Dormagen durch das Bühnenprogramm. Während nacheinander die "Fürsten" der Stadt von den Wievern aus dem Rathaus geholt und in Jungfrau, Bauer und Prinz verwandelt wurden, gab es auf der Bühne viel zu sehen. Iversheim spielte mit einer Tanzgruppe und dem Speelmannszoch auf, aus Mutscheid gaben sich die Funken und die Musikkapelle die Ehre. Mit viel Jubel wurden die "Color Girls" empfangen, die in bunten Fransenröcken über die Bühne wirbelten. "Der Tanz war eigentlich für den Elferrat gedacht, aber die Ratsmitglieder passten nicht in die Röcke", scherzte Michael Dormagen.

Im Milchkarren wurden die neuen Tollitäten schließlich auf die Bühne geleitet. Bauer Heinz mit einem Hut aus einem umgedrehten Küchensieb und bunten Plastikfedern fühlte sich gar nicht so unwohl, ist er doch von Haus aus Weinbauer von der Mosel. Jungfrau Ludmine zeigte sich mit langen Zöpfen und beklagte, welche Mühe man als Frau doch mit der "Polsterung" vor der Brust habe. Prinz Alex kam im roten Staat mit Pappnase aus dem Rathaus. Damit er aufgrund der leeren Stadtkasse keine Krokodilstränen mehr vergießen müsse, hatten ihm die jecken Wiever im Tausch gegen den Stadtschlüssel ein paar goldene Münzen und das Zepter des Prinzen mitgebracht.

Nachdem die Frauen die Macht im Rathaus übernommen hatten, forderte Bürgermeister Büttner in seiner Funktion als frisch proklamierter Prinz für die tollen Tage: "Geizt nicht mit Humor, Spaß und Freude müssen vor!"
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Quelle: Blickpunkt

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