Der Elferrat verbreitet den rheinischen Karneval

über den Äquator hinaus

Auch in diesem Jahr machten sich am 5. Oktober wieder zwölf ganz mutige Elferratsmitglieder auf den Weg, den rheinischen Karneval über die Grenzen Münstereifels hinaus zu tragen. Unser Freund Charlie Reinighaus hatte bereits vor Wochen aus Ostfriesland um Hilfe gebeten, denn, so Charlie, weder der Bürgermeister noch seine Freunde der Marinekameradschaft konnten sich erklären, warum der Karl sich Jahr für Jahr zur Karnevalszeit seine Kamera umhängt und den weiten Weg in die Eifel antritt. Natürlich konnte Martin Hergarten die Bubbelsbröder schnell davon überzeugen, dass wir einen so guten Freund des Vereins nicht hilflos mit seinen Problemen alleine lassen können. So war es eine Ehrensache, pünktlich um 11.11 Uhr den Reisebus nach Aurich zu besteigen und bei schönstem Wetter den rheinischen Frohsinn ins Land des Tee`s zu überbringen. An der friesischen Bubbelszentrale angekommen, erwartete uns Charlie schon sehnsüchtig. Aufgefrischt und in voller Montur machten sich die Karnevalisten durch die gut besuchte Fußgängerzone in Richtung Rathaus auf, wo bereits der Bürgermeister der Stadt neugierig wartete.
Schon jetzt zeichnete sich ab, dass der KVM ein leichtes Spiel mit den zahlreichen Narrenanwärtern der Stadt haben würde, denn die Bubbelsbröder wurden zum beliebtesten Fotomotiv des gerade stattfindenden Straßenfestes in der Auricher Fußgängerzone.

Nachdem auch der Bürgermeister schnell von Charlies Verhalten zu Karneval überzeugt werden konnte, standen die Bubbelsbröder vor Ihrer schwierigsten Aufgabe.
Dem abendlichen Karnevalsseminar bei den Mitgliedern der Marinekameradschaft.
Spätesten aber, als in der Grillhütte des Ostfrieslandhauses die „Quetsch“ ausgepackt wurde, konnte Charlie wieder aufatmen, denn die Seebären schunkelten begeistert mit zu „kölschen Klängen“.

Jedoch mussten auch die Elferratsmitglieder viel lernen. Das Thema des zweiten Tages hieß Wasser!!! Wasser ist dieses feuchte Nass, zu dessen Überqueren, bei erheblichem Vorhandensein, man günstigerweise Schiffe benötigt. Schiffe wiederum sind diese Kokusnußhalbschalen ähnliche, technischen Wasserverkehrsmittel, die zumindest zwischen dem Ostfriesischen Festland und der Insel Norderney nur in zeitlich begrenzten Abständen verkehren. Wer nun die Abfahrtzeit des Busses vom Hotel, mit der Abfahrtszeit dieses hochtechnischen Verkehrsmittels verwechselt, wünscht sich wohl schnell, ein Freund von Moses zu sein. Dies mussten auch vier Elferratsmitglieder hautnah feststellen. Allerdings hatte sich die hiesige Reederei bereits vorbereitet und ermöglichte den Nachkömmlingen ebenfalls ein trockenes betreten der Insel. Die 4 müssen wohl sehr erholungsbedürftig ausgesehen haben, denn wie sonst kann man sich erklären, dass sie die Rückfahrt nicht antreten konnten, ohne Kurtaxe nachzahlen zu müssen.

Wer sich bei den Überfahrten gefragt hat, was ihn wohl unter dem Schiff erwarten würde, dem konnte unser Charlie als Ortskundiger weiterhelfen.
So wurde abends das Fischschlemmerland schlechthin angesteuert. Wer einmal den Ort Aurich ansteuert, sollte nicht versäumen, das Fischlokal "Lüttje Hörn" zu besuchen. Diesem Lokal verleiht der KVM das Karnevalsprädikat: Sehr gut.

Das Höhenfeuerwerk der Stadt brachte uns dann schnell ins Bett. Denn am nächsten Tag sollte der Karneval auch über den Ostfriesenäquator getragen werden.

Wie soll es anders sein, aber die Ostfriesen waren froh, den Karneval erfahren und erleben zu dürfen.
Kurz vor der Rückreise erfuhren die Elferratsmitglieder die Äquator-Taufe.

Und so melden sich zurück, die frisch getauften Ehrenostfriesen:

Heinz Schmitz als getaufter Brataal
Achim Meyer als getaufter Heringsstip
Michael Konopka als getaufter Brathering
Ewald Hack als getaufter Snitjebraten
Chris Stroobants als getaufter Labskaus
Detlef Riquier als getaufter Mehlbühl
Hans Theo Mahlberg als getaufter Pulkes
Martin Hergarten als getaufter Pfeffermakrele
Jörg Meyer als getaufter Grünaal
Wolfgang Germann als getaufter Grünkohl
Detlef Carl als getaufter Matjes
Christoph Lenz als getaufter Nordseekrabbe
Fahrer Georg Bungart als getaufter Opdrücht Boon

Es sei natürlich noch gesagt, dass Charlie auch zukünftig wieder die Karnevalsreise ins Rheinland antreten darf, so die Zusage des Bürgermeisters, es sei aber zu erwarten, dass er dabei nicht alleine gelassen wird.
Das Ziel der Reise so gut erreicht, gönnten sich die Aktivisten noch einen guten Fisch auf der Rückfahrt und kehrten gesund und munter gegen Sonntagabend im Wertherstübchen zu Bad Münstereifel wieder ein.

Die Bilder der Tour möchten wir Ihnen natürlich nicht vorenthalten.

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